„Wettergott spielte mit“- 3. Reitervergleichswettkampf der Reitschule Hannelore Heiß auf Gut Haus Holzem am 2.und 3.Oktober



2 Sonnentage bescherte Petrus den Reitern, die mit viel Engagement und guter Laune den
3.Reitervergleichswettkampf der Reitschule Hannelore Heiß auf Gut Haus Holzem erfolgreich bestritten.

Insgesamt gab es ca. 170 Meldungen, und zwar für alle Altersklassen. Die jüngste Teilnehmerin war 5J., der älteste Teilnehmer 87Jahre(!).

Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit starteten die Jugendlichen mit einem Reiterwettbewerb, gefolgt von der E- Dressur und einem Springreiter- Wettbewerb E (Stil). In dem Parcours, bei dem die Hindernishöhen für Ponys und Großpferde unterschieden wurden, starteten 11 Paare.

Den Feiertag eröffneten am Morgen die „Isländer“ mit den beiden Disziplinen „ Holzemer Mehrgang“ und „Holzemer Töltprüfung“, organisiert von Annika Alfter.

Der Tölt ist eine vererbbare Gangart- bevorzugt verbreitet bei Islandpferden- bei der es keine Schwebephase gibt und der Reiter nahezu erschütterungslos auf dem elastischen Pferderücken sitzt.

Richterin Sonja Maesgen zeigte sich beeindruckt von der Harmonie der Reiterinnen mit ihren Islandpferden.

Ab 11h begann die Prüfung1 „Reiterwettbewerb für Erwachsene“ mit der 1. Gruppe(den „Jüngeren“).

Um dem Publikum die große Altersbandbreite der teilnehmenden Reiter zu verdeutlichen, gab es eine Zwischeneinlage mit einer Führzügelprüfung, bei welcher die Allerjüngsten (u.a. 5Jahre) ihr Können zeigten.

Anschließend startete die Gruppe 2 im Reiterwettbewerb für Erwachsene. Dieser Gruppe zollte die Richterin Jutta Bodden- Weisang besondere Ehre: „Wer mit über 70Jahren immer noch so aktiv und erfolgreich reitet und dabei das Pferd nicht vergisst, verdient ein besonderes Lob!“

Der älteste dieser Gruppe(87J.) feierte letztes Jahr das Jubiläum „75 Jahre im Sattel“.

Nach einer weiteren erfolgreichen Führzügelprüfung der Jüngsten gab es dann ein besonderes optisches Bonbon für die Zuschauer: Der „Dressurreiterwettbewerb Mannschaft.“ Hier zeigten die Reiter nicht nur ihr Können in Dressur, sondern auch ihre Kreativität in der Gestaltung ausgefallener Kostümierungen. Da starteten „Panzerknacker“, „Rooooosa Träumchen“, „Tinkerbell- Feen“,

„Superhelden“, Indianer“, eine „Chaostruppe Jetzt geht’s los“und nicht zuletzt „Klassiker in Schwarz-Weiß“.

Die Dressurbewertung übernahm Richterin Jutta Bodden- Weisang, die Kostümbewertung kam aus dem Publikum.

Begehrt war auch Prüfung 4, die A- Dressur, welche nach der Pause um 14h begann. Hier starteten 20 Paare.

Die beiden letzten Prüfungen am Nachmittag waren der Springreiterwettbewerb mit Stechen und der „Stafetten Springreiter Wettbewerb“.

Bei dem letzten Wettbewerb gab es aus dem Publikum viel Beifall und laute Anfeuerungsrufe für die Teams. Denn der 2. Mann bzw. die 2. Frau im Team musste einen Teil des Parcours zu Fuß im Lauf überwinden.

In ihrer Abschlussrede freute sich Hannelore Heiß über eine gelungene Veranstaltung und bedankte sich ausdrücklich bei allen Teilnehmern und Helfern, z.B. in der Abreithalle, an der Meldestelle, am Mikrofon, in der Küche, im Stall, an der Theke etc.etc.etc., ohne die eine solche Veranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre.

Dank gebührt auch allen Pferden, die klaglos und engagiert alle Prüfungen mit bestritten haben und als Teampartner beim Reiten den tragfähigsten Teil bildeten!!

Die Vorfreude auf das kommende Jahr ist bei Allen jetzt schon gewiss.......

Hannelore Heiß seit 40 Jahren zu Pferd unterwegs



Wachtberg- Berkum
Hannelore Heiß, die Betreiberin der „Reitschule Heiß", zuhause auf „Gut Haus Holzem", reitet seit über 40 Jahren.
Als junges Mädchen erfolgte der erste Reitunterricht. Von 1980 - 1983, auf „Gut Broichhof auf dem Rodderberg, die Ausbildung zum Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Reiten. Nur allzu logisch kam dann, 1993 die Selbstständigkeit: eine eigene Reitschule, zunächst in Adendorf auf der „Burg Münchhausen". Im Jahr 1998 zog sie mit ihrer kompletten Reitschule nach Pech, in die „Wiesenau". Dort leitete sie auch den gesamten Reitbetrieb. Dazu gehörten die eigenen als auch Pensionspferde. Schlussendlich kam es am 01.08.2012 zu einem erneuten Umzug. Mit 30 Pferden zog der gesamte Betrieb nach Berkum in die Anlage des „Gut Haus Holzem". Aus dem Umzug wurde eine unterhaltsame Veranstaltung. Jedes Pferd, ausgestattet mit all „seinen Habseligkeiten" wurde einem Reiter zugeteilt; gemeinsam ritt man zu dem neuen Zuhause. Diesen einmaligen Ausritt nahm der „WDR", in seiner „Aktuellen Stunde" zum Anlass für einen Filmbericht. Umliegend bieten Feld und Wald, mit Ausblick auf die Ausläufer des Ahrtals und das Siebengebirge, jedem Reiter die Möglichkeit für ausgedehnte Ausritte. Frau Heiß verweist auf ihre langjährige Erfahrung und darauf bisher mehr als 250 Pferde angeritten und ausgebildet zu haben. Die sie dann bis in die hohe Klasse in Springen und Dressur auf Turnieren erfolgreich vorgestellt hat. Sie kann damit auf eine sehr erfolgreiche Reiterkarriere zurückblicken.
Die Reitschule Heiß stellt heute den interessierten Reitern 20 Pferde/ Ponys zur Verfügung.
Der Unterricht erfolgt in den Bereichen Reitstunden für Anfänger (Jugendliche sowohl als auch Erwachsene), Springreiten, Dressur, Voltegieren und Reiten an der Longe. Zu den Angeboten zählen weiterhin drei feste Jahresveranstaltungen:
- An Fronleichnam die Pferderally, mit Spiel und Spaß rund ums Pferd und einem gemeinsamen Grillfest. - Am 03.10. dem jährlichen Feiertag, können sich eingeladene Reiterinnen und Reiter beim Reitervergleichswettkampf miteinander messen. - Am 3. Advent das Weihnachtsreiten; ein Schaureiten der Quadrille in der Reithalle der Reitschule.

Am 02. und 03.10.2014, fand der diesjährige Reitervergleichswettkampf statt. Neben den eingeladen Reitern war jeder pferdeinteressierte Zuschauer herzlich eingeladen. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt worden.
An den beiden Turniertagen hatten sich 170 Starter in die Startlisten eingetragen. Beim Reiterwettbewerb lag die Altersspanne der Starter zwischen 6 und 87 Jahren. Begonnen wurde am Donnerstagnachmittag; ein Reiter- Wettbewerb (Jugendliche), ein Dressurwettbewerb „E" und ein Springreiter Wettbewerb „E". Am folgenden Feiertag eine Prüfung „Holzemer Mehrgang", ein Reiterwettbewerb Erwachsene, ein Mannschaftswettbewerb Dressur, eine „A"- Dressur, ein Springreiterwettbewerb mit Stechen und eine Springreiterstafette. Ferner konnten sich die Reiter der „Holzemer Töltprüfung" stellen. Der Tölt ist eine vererbbare Spezialgangart die für den Reiter besonders angenehm ist; er sitzt beim Tölt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Pferderücken.
Es waren Kinder bis hin zu Erwachsenen in den Sattel gestiegen und stellten sich den Preisrichtern.
Somit war allen aus allen Altersklassen ein Messen mit anderen Reitern aus der Reitschule gegeben.
Viele interessierte Zuschauer, die wunderschönen Spätsommertage und eine geschmückte Reithalle sorgten für eine tolle Stimmung. Selbstverständlich war auch für das leibliche Wohl der Reiterinnen und Reiter sowie der Gäste bestens gesorgt. Hier noch ein wichtiger Nachtrag: Leider ist die Regionalredaktion einer Fehlinformation durch eine vermeintlich sichere Quelle aufgesessen. Die Reitschule Heiß ist selbstverständlich im alleinigen Eigentum der Namensgeberin Hannelore Heiß.

RW

Wir Godesberger, 25. Oktober 2014